Geschichte, Mythen und Träume
Man sagt, dass Santa Cesarea zwischen Sonnenlicht und Dunkelheit, zwischen Dämonen und Engeln liegt. Die Höhlen beherbergten einst ein kleines Mädchen, Cesaria, das vor ihrem Vater davonlief. Als er sie in den Höhlen fand, wurde die durch das Meer geschützt. Ihr böser Vater ertrank und verschwand für immer. All dies geschah, weil Cesaria zustimmte bei ihrem Vater zu bleiben und sagte ihm, er solle in ihrem Zimmer auf sie warten. Sie würde ihm nach einem Fußbad folgen. Cesaria nahm dann zwei Tauben, band sie zusammen und tauchte sie in einen Eimer voll Wasser. Die dabei entstehenden Geräusche ließen ihren Vater glauben, dass sie ihre Füße wusch.
(Wenn Sie die die Statue von St. Cesaria betrachten, können Sie sehen, dass das Mädchen eine Schüssel mit zwei Tauben in der Hand hält.)
Dann nahm Cesaria ein Seil, kletterte durch das Hoffenster und eilte auf einem Pferd Richtung der Castro Landspitze davon. Als ihr Vater herausfand was geschehen war, eilte er sofort aufgebracht zu Castro. Es schien, dass es für Cesaria kein Entkommen gab. Sie begann zu beten und Gott sandte ihr einen Engel zur Erde um ihr zu helfen. Eine mysteriöse schwarze Wolke erschien daraufhin am Himmel und warf ihren Vater ins Meer. An der Stelle, an der der Vater ins Meer fiel, fing das Wasser an zu stinken und hörte nie mehr auf zu blubbern. Man kann heute Schwefelgeruch dort wahrnehmen.
Während man auf das offene, blaue Mittelmeer hinaussieht, erinnert der Geruch des Schwefels an Legenden und Mythen. Wie Nicola Donno schrieb: „Diese Geschichten handeln von großen Männern, die als Monster geschaffen wurden – die Giants oder Leuterni. Sie waren so arrogant, dass sie die Götter Angriffen und deren Paläste mit großen Steinen und Fackeln bewarfen. Zeus rief Herakles als Helden herbei. Herakles kämpfte mit aller Macht gegen die Leuterni und schlug sie mit seiner Keule nieder. Die Überlebenden versuchten zu fliehen, doch er fing sie wieder. Man sagt, dass an der Stelle, an der Herakles die Leuterni niederschlug, die Erde brennt und deren mächtige Knochen noch immer durch Pflüge aus der Erde gehoben werden. Die Köper der Leuterni lösten sich im Boden auf und füllten das Grundwasser der Brunnen mit Schwefel.“





